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Parabene und die EU

in Was gibt es Neues 20.12.2011 15:39
von Gisela Kraus • 224 Beiträge

Parabene und die EU
Anwendungssicherheit bei kosmetischen Produkten [Bearbeiten]
Der Einsatz von Parabenen in kosmetischen Produkten wurde in den vergangenen Jahren mit verschiedenen unerwünschten Nebenwirkungen in Verbindung gebracht. Hierbei ist von besonderer Bedeutung, dass Parabene nicht nur über Kosmetika, sondern auch über Medik...amente und Nahrungsmittel in den Körper gelangen können.[3] Parabene werden häufig wegen der Auslösung von Allergien kritisiert.[4] [5] Nach heutigen Erkenntnissen ist das allergene Potential von Parabenen aber eher als gering anzusehen. Nach aktuellen Daten (2011) des IVDK (Informationsverbund dermatologischer Kliniken) „treten Parabene nur selten als Verursacher von Kontaktsensibilisierungen auf Kosmetika in Erscheinung“.[6]
Britische Wissenschaftler (Darbre et al.) [7] berichteten in einer Veröffentlichung, dass sie Parabene in Brusttumoren nachweisen konnten. Allerdings führten die Autoren keine Untersuchungen zum Parabenegehalt in tumorfreien Geweben der betroffenen Patienten durch. Ebenso fehlten Angaben dazu, ob die Patienten vor dem Auftreten der Tumoren überhaupt parabenehaltige Deodorants verwendet hatten. Trotz dieser Schwächen der Studie wurde vor der Verwendung von parabenhaltigen Deodorants gewarnt. Die Warnung wurde damit begründet, dass Parabene eine dem Hormon Östrogen ähnliche Struktur aufweisen, was die Zellen des Brustgewebes eventuell zu unkontrolliertem Wachstum anregen könnte. Eine Studie zur Exposition ergab jedoch keine Assoziation zwischen dem Gebrauch von Antitranspiranten oder Deodoranten und einer Brustkrebserkrankung. Darüber hinaus wurde zwischen verschiedenen Methoden der Achselhaarentfernung unterschieden, auch hier zeigten sich keine Zusammenhänge. [8] Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das wissenschaftliches Beratergremium der Europäischen Kommission (SCCP) haben ebenfalls die Arbeiten von Darbre et al. überprüft und sehen keinen Zusammenhang zwischen der Verwendung von parabenhaltigen Deodorantien und Brustkrebserkrankungen. [9] [10]
Eine EU-Untersuchung hat festgestellt, dass Phthalate, PCBs aber auch Parabene den Hormonhaushalt von männlichen Föten und Kindern stören können, und so zu einer Feminisierung führen könnten.[11][12] Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft ist eine relevante hormonelle Wirkung durch Parabene unter den vorgeschriebenen Anwendungsbedingungen nicht zu erwarten.
Basierend auf der Beurteilung der EU Kommission hat das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) den aktuellen Stand der Bewertung der Parabene in einer Stellungnahme im Januar 2011 zusammengefasst.[13] Demnach sind Methyl- und Ethylparaben im erlaubten Konzentrationsbereich als sicher anzusehen. Die östrogene Potenz ist sehr gering. Bei Butyl- und Propylparaben wird wegen der höheren östrogenen Potenz eine Höchstkonzentration von 0,19% vorgeschlagen. Bis zu dieser Konzentration ist die Verwendung als sicher anzusehen. Es besteht kein Handlungsbedarf im Hinblick auf spezielle Anforderungen an Produkte für Kinder. Auf die ohnehin nur selten eingesetzten Isopropyl-, Isobutyl-, Pentyl- und Phenylparaben sollte wegen der unvollständigen Datenlage vorläufig verzichtet werden.
Bericht von Gabriella Wirz
FACE BOOK 20.12.2011


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