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RICHTIGSTELLUNG betreffend die "Petition im Bundestag"

in Was gibt es Neues 12.11.2010 09:40
von Gisela Kraus • 224 Beiträge

Von: "ZAEN // Bettina Fischer" <fischer@zaen.org>

Datum: 11. November 2010 15:14:47 MEZ

An: undisclosed-recipients:; Betreff: DRINGEND - PETITION
Dringend

Richtigstellung zum vorherigen Rundmail betreffend die Petition im Bundestag

Sehr verehrte Kolleginnen und Kollegen!

Auch ein Präsident des ZAEN ist nicht vor Informationen geschützt, welche nur zum Teil zutreffend sind.
So ist mir denn mit meiner vorigen Botschaft an Sie ein Fehler unterlaufen, für den ich mich entschuldigen möchte – wohl wissend, dass Falsch-informiert-sein nicht von Verantwortung entbindet.

Es hat sich erst jetzt – und durch die verlässliche fachliche Hilfe von „Insidern“ der Materie – herausgestellt, dass NICHT etwa die bislang ärztlich verordnungsfähigen Mittel der rationalen Phytotherapie bzw. Fertigpräparate mit bestehender Zulassung bedroht sind.
Dies wurde wohl versehentlich von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, aber auch in weiteren Fachkreisen angenommen und offenbar wurde diese Falschinformation absichtlich lanciert.

Richtig ist vielmehr Folgendes:
- Eine EG-Richtlinie aus dem Jahr 2004 sah bzw. sieht eine 7-jährige Frist für „traditionell angewendete Heilmittel“ vor, in welcher die Hersteller derselben die Gelegenheit gehabt hatten / hätten, diese den EG-Normen anzugleichen.
- Mittel, welche nach SIEBEN Jahren diesen Anforderungen nicht entsprechen, sind also von der jetzt zur Diskussion stehenden Regelung betroffen (z.B. auch sog „traditionell angewendete Arzneimittel“)
- Die jetzt diskutierte Richtlinie enthält KEIN VERKAUFSVERBOT für Heilpflanzen, wie fälschlich behauptet wurde.
- Es wird – im Gegenteil – sogar eine vereinfachte Zulassung in Form einer Registrierung ermöglicht für Substanzen, welche unbedenklich auch in der Selbstmedikation sind und i.d. EU seit 15 Jahren Verwendung finden.
- Ebenso sind Nahrungsergänzungsmittel nicht betroffen – auch dies wird fälschlich von Einigen behauptet, die zur Unterzeichnung der Petition aufgerufen haben.
- Standardisierte Arzneimittel, welche bislang zugelassen und (z.B. auf dem „Grünen Rezept“ REZEPTIERFAEHIG sind, werden von den Regelungen zur „Verkehrsfähigkeit“ von traditionellen Heilpflanzen NICHT BETROFFEN.
- Gleiches gilt für REZEPTURARZNEIMITTEL, also „Heilkräutermischungen“, die SIE rezeptieren und welche somit KEINE Fertigarzneimittel sind

Ich bedaure, dass ich als Präsident des ZAEN den zahlreichen Fehlinformationen aufgesessen bin und dem vielfach geäußerten Wunsch nach Unterstützung der - offenbar unsinnigen – Petition nachgekommen bin. Dies Bedauern verbunden mit meiner Entschuldigung gilt insbesondere gegenüber Jenen, welche sich um die Produktion und den Erhalt qualitativ hochwertiger phytotherapeutischer Produkte verdient machen.


Mittels e-mail an epetitionen@dbt-internet.de bzw. post.pet@bundestag.de können Sie ggf. erfolgte Zeichnungen der Petitionen HEUTE NOCH rückgängig machen.


Ich entschuldige mich nochmals – auch für die Mühe und bin mit den besten kollegialen Grüßen


Ihr

Dr.Olaf Kuhnke
Präsident des ZAEN


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